Vortragsreihe zu Versuchen in kritischem Denken

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Meinungsmache - Runde Nummer 2!

8. Mai bis 12. Juni jeden Mittwoch eine Veranstaltung in der Demmeringstr. 74 (19 Uhr)

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8.05. Polyamorie - One Dimensional Love (M. Beschorner)
Vortrag über alternative Beziehungsformen und was das Kapital daran verwertet

15.05. Kl für Linksradikale?! (M. Upravitelev)
„Wir bauen eine Andreas-Baader-GPT!“ - Einführungsvortrag und Diskussion (Anti)-Politik (J. Eibisch)

22.05. (Anti-)Politik (J. Eibisch)
Vortrag über das Unbehagen an der Politik und warum wir nicht von ihr loskommen (sollten)

29.05. Die HÜFTBEWEGUNG (D. Kulla)
Vortrag über das, was uns zum Menschen macht

5.06. Zukunftsdenken. (E. Rapti-Stavrou)
Vortrag über Posthumanismus und wie man die Welt retten könnte

12.06. Und nu? Die Kommunalwahl und ihre Folgen
Gespräch über den Wahlausgang und was das für uns alle bedeutet

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23. November 2022, 19 Uhr
Film „Krieg der Welten – Chaostage Hannover 1995“
Demmeringstraße 74 (Lindenau)

Als 1982 die Dead Kennedys auf Deutschlandtour waren, hatten sie maßgeblichen Anteil am Entstehen der ersten Chaostage. So berichtet Karl Nagel, einer der Initiatoren der Chaostage, von einem Dead-Kennedys-Konzert Ende `82

Es gelang uns, irgendwie über die Reihen breitschultriger Ordner-Arschlöcher Kontakt mit dem DK-Schlagzeuger aufzunehmen, und kurze Zeit später war die ganze Band über die Sache informiert. Kurzerhand wurde der Song »Nazi-Punks – Fuck Off!« zu «Chaos Day – Chaos Day« umgetauft, und Wolle wurde auf die Bühne geholt, um die Werbetrommel für unser Treffen zu rühren. Wolle fuhr dann auch den Rest der Tour mit, um auch in anderen Städten zum CHAOS-TAG einzuladen...

Der Plan, möglichst viele Punks zusammenzutrommeln um die sog. „Punker-Kartei“ mit Personen zu fluten und damit der Polizei Hannover – die hatte jene Kartei angelegt – das Leben schwer zu machen, war erfolgreich. Ab Anfang der 80er bis Mitte der 90er kam es immer wieder im Rahmen der Chaostage zu - wahrhaft chaotischen – Ausschreitungen, Straßenschlachten mit der Polizei, Plünderungen und vielen anderen Aktivitäten, die alles in allem sehr unterhaltsam anmuten.

Wir schauen zum Zwecke der historischen Bildung uns den Film „Krieg der Welten“ an, der im Zuge der Chaostage 1995 entstanden ist. Ein Zeitdokument erster Güte!

Im Anschluss darf diskutiert und, nach erfolgreicher, konsensualer Plenumsentscheidung, auch randaliert werden.

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DIE VORTRAGSREIHE MEINUNGSMACHE DER INITIATIVE MEW STARTET AM 2. NOVEMBER IN LEIPZIG, DEMMERING 74.

WIR HABEN SECHS ABENDE VORBEREITET, DIE VIELE FRAGEN AUFWERFEN WOLLEN, UND WENIGE BEANTWORTEN.

DIE THEMEN REICHEN VON RAUSCH, ZU ANARCHIE, ÜBER RANDALE ZU RADIKALER KRITIK BZW. BEGRIFFSRANDALE.

DANKE AN DEN STADTBEZIRKSRAT ALT-WEST FÜR DIE GANZE ASCHE, RESPEKTIVE: FÖRDERUNG.

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DIESER BLOG WIRD LAUFEND MIT ANKÜNDIGUNGSTEXTEN DER KOMMENDEN VERANSTALTUNGEN GEFÜTTERT.

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2. November, 19 Uhr
Leben in Rausch - Daniel Kulla
Demmeringstraße 74 (Lindenau)

“Der Zucker, den wir brauchen,
der ist in unsern Köpfen schon dr
in…”
(Frittenbude, “Zucker”)

“Leben im Rausch” beginnt mit einer einfachen Frage: Warum wird allgemein angenommen, Rausch käme hauptsächlich aus Drogen, obwohl Menschen und zahllose andere Lebewesen ohne Substanzeinnahme ständig in Rausch eintreten? Davon ausgehend versuche ich einen Begriff von Rausch zu entwickeln, der alle seine Erscheinungsformen einschließt, und breite aus, was es über unsere liebe Gesellschaftsordnung aussagt, daß in ihr diese zentrale Fähigkeit aller Lebewesen mit einem Nervensystem derart eng verstanden wird.

«Du erwartest wahrscheinlich von einem Buch, auf dem ‹Rausch› steht, vor allem etwas über Drogen zu erfahren. Darum geht’s aber gar nicht, und genau darum geht’s.»

Es geht um den Rauschcharakter der Ware, um die Dialektik der Ausnüchterung, die Projektionsfläche “Dealer”, den “Totalen Krieg” gegen den “falschen” Rausch, um ein Modell von Rausch als “Reaktion auf Nicht-Selbstverständliches”, um den Zusammenhang von Dauerkrise und Dauerrausch, von Besinnung und Befreiung, von Seins- und Bewußtseinserweiterung im Learyschen und dem Gattungsbewußtsein im Marxschen Sinne.

«Der Rausch wird den Aufstand nicht ersetzen; er kann aber, je besser er verstanden und angeeignet wird, ein möglicherweise entscheidender Begleiter des Aufstands sein.»

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9. November, 19 Uhr
Anarchie! Wenn der Spaß ernst wird… (Jonathan Eibisch)
Demmeringstraße 74 (Lindenau)

Chaos, Liebe, Anarchie – wer will das nicht? Doch wenn ihr euch näher mit dem Anarchismus beschäftigt werdet ihr schnell feststellen, dass dieser seriöser ist, als euch lieb ist. Kaum zu glauben, aber wahr: Anarchist*innen wollen eigentlich Ordnung schaffen. Nur eben ohne Herrschaft. Dafür haben sie keinen Masterplan – aber dennoch eine Menge guter Vorschläge.

In der Veranstaltung werden einige Grundlagen des Anarchismus vorgestellt. So etwa das Konzept der Selbstorganisation egalitärer und freiwilliger Kommunen und theoretische Annahmen. Im Anarchismus werden Gesellschaftskritik und Visionen zusammen gebracht.

Doch zur Ausweitung von Anarchie gehört auch eine andere Ethik. Hier kann gefragt werden, ob wir diese mit ernsthaften Humor bereits leben oder doch im bürgerlichen Zynismus hängen bleiben. Um eine Reflexion über unsere Praxis zu ermöglichen, wird dann auch noch das politisch-theoretische Konzept der (Anti-)Politik beschrieben.

Abschließend können wir gemeinsam kontrovers diskutieren: Ticken wir eigentlich schon anarchistisch oder haben wir nichts mehr zu lachen, wenn die ANARCHIE herrscht?“

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16. November, 19 Uhr
Kommunalpolitik - Was soll das?
Demmeringstraße 74 (Lindenau)

Kommunalpolitik hat den schlechten Ruf langweilig, kleinteilig und furztrocken zu sein. Wenn man sich „Verwaltungsstandpunkte“ und „Stadtratsanträge“ einmal durchliest, kann man sich in diesem Urteil durchaus bestätigt fühlen.

Allerdings ist Kommunalpolitik auch der Ort, an dem unmittelbar Entscheidungen über das Zusammenleben in einer Stadt oder Gemeinde getroffen werden. Also auch die Menschen direkt betreffen.

Um die Hemmschwellen, sich mit der komplexen Materie zu beschäftigen, zu senken, haben wir Katharina Weise eingeladen, die seit vielen Jahren für die Rosa-Luxemburg-Stiftung im Bereich der kommunalpolitischen Bildung unterwegs ist. Sie wird uns einerseits berichten, welche vielzähligen Bereiche die Kommunalpolitik im täglichen Leben betrifft, und wie man selbst wirksam das städtische Handeln beeinflussen kann.